Eigenanteil für Heimpflege steigt auf Ø 2.984 Euro

Frank Bernhardt • 6. Februar 2025

Heimpflege ist teuer und wird zunehmend zum Problem für Alte und deren Angehörige

Ein Mann geht mit einem Besen in der Hand eine Straße entlang.
Die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige in Deutschland hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Aktuellen Daten zufolge müssen Pflegeheimbewohner im ersten Jahr ihres Aufenthalts im Bundesdurchschnitt 2.984 Euro pro Monat aus eigener Tasche zahlen, was einen Anstieg von etwa 297 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders hoch sind die Kosten in Bremen mit 3.456 Euro, während sie in Sachsen-Anhalt bei 2.443 Euro liegen. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Regelaltersrente beträgt 1.769,40 Euro vor Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und vor Steuern (2024).

Diese Entwicklung stellt viele Betroffene und auch ihre Angehörigen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen, die in vielen Fällen nicht bewältigt werden können. Die Pflegeversicherung deckt nämlich lediglich einen Teil der Pflegekosten ab. Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen müssen zusätzlich selbst getragen werden. Trotz der Einführung von Entlastungszuschlägen und einer Erhöhung der Pflegeleistungen zum 1. Januar 2025 konnten die steigenden Eigenanteile nicht gestoppt werden.

Die Gründe für die steigenden Kosten sind vielfältig. Zum einen führen höhere Personalkosten durch gestiegene Mindestlöhne im Pflegebereich zu erhöhten Ausgaben. Befeuert wird die Problematik durch fehlende Pflegefachkräfte. Zum anderen werden Bau- und Instandhaltungskosten der Pflegeeinrichtungen häufig auf die Bewohner umgelegt. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek - Verband der Ersatzkassen e. V., kritisiert diese Praxis und fordert die Bundesländer auf, diese Investitionskosten vollständig zu übernehmen. Eine solche Maßnahme könnte die Eigenanteile der Pflegebedürftigen um durchschnittlich 498 Euro pro Monat senken.


Angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen ist eine nachhaltige Reform des Pflegesystems unerlässlich. Diskutiert werden unter anderem die Einführung einer Pflege-Vollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten abdeckt, sowie eine regelmäßige Anpassung der Leistungsbeträge an die wirtschaftliche Entwicklung. Zudem wird über eine stärkere private Vorsorge, beispielsweise durch den Verkauf von Immobilien oder Abschluss privater Pflegezusatzversicherungen zur Finanzierung der Pflege, nachgedacht.


Weil eine angemessene Pflege für Senioren alternativlos ist, die Bundesbürger älter werden und in vielen Fällen, aus organisatorischen Gründen, nicht im bisherigen Umfeld bleiben können, werden Pflegeimmobilien für Investoren immer attraktiver. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Pflegeplätzen gelten diese Immobilien als sichere Kapitalanlagen mit stabilen Renditen. Langfristige Mietverträge mit Betreibern von Pflegeeinrichtungen sorgen für kontinuierliche Einnahmen, während staatliche Unterstützungen in der Pflegebranche das Risiko minimieren. Besonders in Anbetracht der alternden Gesellschaft und der wachsenden Versorgungslücke kann eine Investition in Pflegeimmobilien eine lohnende Möglichkeit sein, sowohl zur finanziellen Absicherung als auch zur Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Pflegeinfrastruktur. Zusätzlich bieten viele Anbieter eine Art Vorzugsrecht für den eigenen Lebensabend der Kapitalanleger.


Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Pflege in Deutschland langfristig verlässlich und bezahlbar zu gestalten. Fest steht jedoch, dass ohne grundlegende Reformen die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen weiter steigen wird. Wer über ein geringes Vermögen verfügt und seine Angehörigen nicht belasten möchte, oder kann, sollte nach Möglichkeit privat vorsorgen. Beispielsweise mit einer Pflegetagegeldversicherung.


https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/statistikpublikationen/altersrenten_im_zeitablauf.pdf?__blob=publicationFile&v=6

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rente-in-deutschland-so-hoch-ist-die-durchschnittsrente.6aba8b33-f81a-4ada-aee0-901f1db00fb6.html

https://www.welt.de/vermischtes/article255353380/Altenpflege-Knapp-3000-Euro-fuer-einen-Heimplatz-Eigenanteile-steigen-rasant.html

https://www.bild.de/leben-wissen/pflege-wird-immer-teurer-die-angehoerigen-werden-im-stich-gelassen-668f9cfc83caa01dbf68ef82

https://www.welt.de/politik/deutschland/article252817786/Pflege-Jetzt-wird-aus-der-CDU-der-Ruf-nach-der-Pflege-Vollversicherung-laut.html

https://www.spiegel.de/wirtschaft/alternde-gesellschaft-eigenanteil-fuer-heimpflege-deutlich-angestiegen-a-c5c0fb0f-e045-4294-81da-d7ba10ebf201

Ein Holzhammer, eine Waage der Gerechtigkeit und ein Modellhaus auf einem Tisch.
von Frank Bernhardt 14. März 2025
Im sogenannten "Rangsdorfer Hausdrama" hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 14. März 2025 eine richtungsweisende Entscheidung getroffen, die sowohl die Rechte des Grundstückseigentümers a ls auch die Interessen der dort lebenden Familie berücksichtigt. „S. kann den Herausgabeanspruch aber nur durchsetzen, wenn er den W.s die Kosten für den Hausbau bzw. die Wertsteigerung ersetzt. Im Fachjargon nennt man das eine Zug-um-Zug-Leistung: Herausgabe gegen Geld.“ Hintergrund des Falls Im Jahr 2010 ersteigerte Familie W. ein Grundstück in Rangsdorf, Brandenburg, und errichtete darauf ihr Eigenheim und bewohnte dieses mit ihren zwei Kindern. Später stellte sich heraus, dass die Zwangsversteigerung aufgrund eines gerichtlichen Fehlers unwirksam war, wodurch das Eigentum beim ursprünglichen Besitzer (einem Amerikaner, der in der Schweiz lebt) verblieb. Dieser verlangte den Abriss und einen Entschädigung für die Nutzung des Grundstücks. Familie W. lebte weiterhin auf dem Grundstück, was zu einem langwierigen Rechtsstreit führte.
Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Brücke in einem Gebäude.
von Frank Bernhardt 16. Januar 2025
Robert Habeck, Grüne, möchte Kapitalerträge mit Sozialabgaben belasten. Dies wird kritisiert und würde zu erheblichen Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft führen.
Ein Mann schaufelt Schnee auf einem Bürgersteig neben einem Warnschild
von Frank Bernhardt 4. Januar 2025
Der Winter bringt nicht nur gemütliche Stunden mit sich, sondern auch Pflichten für Immobilieneigentümer. Die Schneeräumpflicht und die Gefahr von Dachlawinen können schnell zu Haftungsfragen und erheblichen finanziellen Belastungen führen. Eine Haftpflichtversicherung/ Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung ist daher für jeden Immobilienbesitzer unerlässlich. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte. Verkehrssicherungspflicht: Was bedeutet das für Immobilieneigentümer? Als Immobilieneigentümer tragen Sie die Verantwortung für die Sicherheit auf Ihrem Grundstück und den angrenzenden Wegen. Diese sogenannte Verkehrssicherungspflicht umfasst im Winter insbesondere: Schneeräumpflicht: Gehwege müssen ausreichend von Schnee geräumt und bei Glätte gestreut werden. Die genauen Regelungen (z.B. Uhrzeiten, Breite der Wege) sind in den jeweiligen Kommunen unterschiedlich festgelegt. Informieren Sie sich daher bei Ihrer Gemeinde. Dachlawinen: Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um Passanten vor herabstürzenden Dachlawinen zu schützen. Dazu gehören beispielsweise Schneefanggitter oder Warnschilder. Verletzen Sie diese Pflichten und ein Passant kommt beispielsweise durch einen Sturz zu Schaden, können Sie haftbar gemacht werden. Die finanziellen Folgen können erheblich sein, da Sie für Behandlungskosten, Schmerzensgeld oder sogar Rentenansprüche aufkommen müssen. Die Haftpflichtversicherung: Ihr finanzieller Schutzschild Die Haftpflichtversicherung für Immobilieneigentümer (auch Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht genannt) schützt Sie vor den finanziellen Folgen solcher Schadensersatzansprüche. Sie übernimmt: Prüfung der Haftung: Die Versicherung prüft, ob die gegen Sie erhobenen Ansprüche berechtigt sind. Abwehr unberechtigter Ansprüche: Bei unberechtigten Forderungen wehrt die Versicherung diese ab – notfalls auch vor Gericht. Übernahme berechtigter Schadensersatzleistungen: Sind die Ansprüche berechtigt, übernimmt die Versicherung die Kosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Wichtig: Die private Haftpflichtversicherung deckt in der Regel keine Schäden ab, die im Zusammenhang mit Ihrem Immobilieneigentum entstehen. Daher ist eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung unerlässlich. Schneeräumpflicht und Dachlawinen im Detail Zeitliche Regelungen: Die Räum- und Streupflicht gilt in der Regel von frühmorgens bis abends. Die genauen Zeiten variieren je nach Kommune. Art der Räumung: Es muss so geräumt werden, dass ein sicheres Begehen möglich ist. Bei Glätte muss ausreichend gestreut werden (z.B. mit Sand oder Splitt). Kontrolle: Auch wenn Sie einen Winterdienst beauftragt haben, bleiben Sie in der Kontrollpflicht. Überprüfen Sie regelmäßig, ob der Dienst ordnungsgemäß arbeitet. Dachlawinen: Vorsorgemaßnahmen: In schneereichen Gebieten sind Schneefanggitter empfehlenswert. Warnschilder können zusätzlich auf die Gefahr hinweisen. Haftung bei Schäden: Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einem Schaden durch eine Dachlawine, kann die Haftung dennoch geprüft werden. Gerichte berücksichtigen dabei auch die Eigenverantwortung der Passanten. Regionale Unterschiede: Die Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht können je nach Region und den dort üblichen Schneeverhältnissen variieren. Was tun im Schadensfall? Dokumentation: Sichern Sie Beweise, z.B. durch Fotos vom Unfallort. Meldung an die Versicherung: Informieren Sie Ihre Versicherung umgehend über den Schaden. Keine Schuldanerkenntnisse: Geben Sie ohne Rücksprache mit der Versicherung keine Schuldanerkenntnisse ab. Fazit Eine Haftpflichtversicherung für Immobilieneigentümer ist ein unverzichtbarer Schutz vor den finanziellen Risiken, die mit dem Besitz einer Immobilie einhergehen. Besonders im Winter mit den Herausforderungen von Schneeräumpflicht und Dachlawinen ist es wichtig, optimal abgesichert zu sein. Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz regelmäßig und passen Sie ihn gegebenenfalls an Ihre individuellen Bedürfnisse an. So können Sie den Winter unbesorgt genießen. Zusätzliche Tipps: Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über die genauen Regelungen zur Schneeräumpflicht. Lassen Sie Ihr Dach regelmäßig von einem Fachmann überprüfen, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsmakler , um den optimalen Versicherungsschutz für Ihre Immobilie zu finden. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch einen Versicherungsexperten.
Eine blaue Tür in einem Raum mit weißen Wänden
von Frank Bernhardt 12. Dezember 2024
Der deutsche Self-Storage-Markt befindet sich in einer dynamischen Wachstumsphase. Getrieben durch Urbanisierung, E-Commerce, Mieten-Explosion und veränderte Wohnkonzepte, steigt die Nachfrage nach individuellen und kurzfristig nutzbaren Lagerlösungen. Insbesondere in Ballungszentren ist ein deutlicher Engpass an zusätzlichem Stauraum für Kfz, Hausrat, Material Gewerbetreibender oder Freizeitequipment zu verzeichnen. Renditechancen und Wertzuwachs Stabile Mieteinnahmen: Self-Storage-Einrichtungen zeichnen sich durch eine hohe Auslastung und stabile Mieteinnahmen aus. Die Nachfrage ist weitgehend konjunkturunabhängig. Flexibilität: Mietverträge sind in der Regel kurzfristig und können an die schwankenden Bedarfe der Kunden angepasst werden. Geringe Betriebskosten: Im Vergleich zu anderen Immobilienarten sind die Betriebskosten einer Self-Storage-Anlage relativ gering. Wertsteigerungspotenzial: Durch die steigende Nachfrage und die begrenzte Verfügbarkeit von geeigneten Standorten ist mit einer Wertsteigerung der Immobilien zu rechnen. Gründe für das Wachstum des Marktes Urbanisierung: Die Konzentration der Bevölkerung in Städten führt zu Platzmangel in Wohnungen und Unternehmen. Mobilität: Häufigere Umzüge und wechselnde Lebenssituationen erhöhen den Bedarf an Zwischenlagerung. Selbstständigkeit: Freiberufler und Start-Ups benötigen oft zusätzlichen Raum für Büro und Lager. Anlagemöglichkeiten Fondsbeteiligung: Für kleinere Investoren bieten Immobilienfonds die Möglichkeit, in den Self-Storage-Markt einzusteigen. Einige wenige Anbieter haben auch einzelner Lagerboxen als Direktinvestment mit Grundbucheintrag im Angebot. Fazit Self Storage stellt eine attraktive Investitionsmöglichkeit dar, die sich durch hohe Renditen, geringe Risiken und ein nachhaltiges Wachstumspotenzial auszeichnet. Unternehmen und Investoren, die sich für diesen zukunftsträchtigen Markt interessieren, sollten sich jedoch eingehend mit den spezifischen Anforderungen und Herausforderungen auseinandersetzen.
Ein Sparschwein liegt auf einem Klemmbrett neben einem Mobiltelefon und einer Lupe.
14. November 2024
Immer mehr Deutsche wagen sich an die Kapitalmärkte Innerhalb der vergangenen beiden Jahre ist die Zahl der Bundesbürger, die Geld in Aktien, Anleihen und/oder Kryptowährungen investieren, von 22,8 Millionen auf 26 Millionen gestiegen – das entspricht einem Plus von 14 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Umfrage „People & Money“ des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock. Die Autoren prognostizieren, dass 2025 weitere 1,6 Millionen Menschen hinzukommen werden, vor allem aus den eher kapitalmarktaffinen Generationen Z und Millennials, also den unter 35-Jährigen. Nach wie vor gibt es einen deutlichen Geschlechterunterschied: Während 29 Prozent der Frauen an den Kapitalmärkten aktiv sind, beträgt die Quote bei Männern 43 Prozent. Doch die Lücke wird kleiner. Ausschlaggebend für die wachsende Offenheit gegenüber Börsenengagements ist laut der Umfrage weniger eine größere Risikotoleranz als vielmehr die immer einfacheren Zugangsmöglichkeiten. Sowohl die etablierten Banken als auch Neo-Broker bieten Käufe und Verkäufe heutzutage meist bequem und unkompliziert über Apps an.
A woman is taking a selfie in a field with a camera.
von Frank Bernhardt 11. November 2024
Dass soziale Netzwerke in den jüngeren Generationen als weithin zuverlässige Informationsquellen auch in Finanzfragen gelten, belegt eine aktuelle Umfrage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Mehr als jeder zweite der befragten 18- bis 45-Jährigen gab an, ihre Geldanlage auch an den Tipps von Finanz-Influencern („Finfluencern“) auszurichten. 60 Prozent halten solche Videos auf YouTube, TikTok, Instagram & Co. sogar für gleichrangig mit einer professionellen Beratung. Der Mehrheit von ihnen ist allerdings nicht bewusst, dass die „Finfluencer“ in aller Regel eine Vergütung für Tipps erhalten, zumindest wenn die empfohlenen Produkte direkt über einen Link erworben werden können. Deren Qualität ist entsprechend durchwachsen. Eine Analyse des Swiss Finance Institute kam zu dem Schluss, dass mehr als die Hälfte der Finfluencer-Tipps zu einer Rendite weit unter dem Gesamtmarkt führen würden. Das Versprechen von schnellem Reichtum und finanzieller Unabhängigkeit ist demnach meist hohl.
Ein großes Gebäude mit vielen Fenstern ist nachts beleuchtet
von Frank Bernhardt 7. November 2024
Die politische Landschaft in Deutschland ist erneut in Bewegung geraten. Das absehbare Ende der Koalition wirft zahlreiche Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen für die Bundesrepublik. Hier gehts zu Christian Lindners „Scheidungspapier“, das kurz vor dem Gipfeltreffen bekannt wurde. Warum ist das Ende der Koalition so bedeutend für die Wirtschaft? Koalitionen sind in Deutschland die Norm. Sie ermöglichen es, unterschiedliche politische Lager zu vereinen und so tragfähige Mehrheiten im Parlament zu bilden. Ein Koalitionsbruch hingegen führt oft zu einer Phase der politischen Instabilität. Diese Unsicherheit kann sich negativ auf das Vertrauen der Investoren auswirken und damit zu einem Rückgang der Investitionen führen. Welche wirtschaftlichen Folgen sind zu erwarten? Verzögerung von Reformen: Oft sind es gerade Koalitionen, die wichtige Reformen auf den Weg bringen. Ein Regierungswechsel oder eine längere Phase der politischen Ungewissheit können dazu führen, dass dringend notwendige Reformen aufgeschoben oder verwässert werden. Dies kann sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auswirken. Erhöhung der politischen Risiken: Politische Instabilität erhöht die Wahrnehmung von Risiken für Unternehmen. Dies kann zu einem Anstieg der Risikoprämien führen und damit die Finanzierung von Investitionen verteuern. Vertrauensverlust bei Investoren: Investoren schätzen politische Stabilität. Ein Koalitionsbruch kann das Vertrauen der Investoren in die deutsche Wirtschaft erschüttern und zu einem Abzug von Kapital führen. Verzögerung von Entscheidungen: In einer Zeit der politischen Unsicherheit können wichtige Entscheidungen aufgeschoben werden. Dies kann zu Verzögerungen bei wichtigen Projekten führen und die Wirtschaft bremsen. Bis zu Neuwahlen und ausstehender Vertrauensfrage, wird der derzeitige Verkehrsminister Volker Wissing zusätzlich das Amt des Justizminister bekleiden. Quellen: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ampel-aus-wissing-will-verkehrsminister-bleiben-und-tritt-aus-der-fdp-aus/100086621.html?_gl=1*1gby1hk*_up*MQ..&gclid=Cj0KCQiA57G5BhDUARIsACgCYnzh-4va4fv13ghPUpe5xkbR7VNYF6SVlAl2WHLyVtYOsqfLInKIoMwaAie4EALw_wcB
Ein Pamp-Silberbarren liegt auf einer blauen Oberfläche
von Frank Bernhardt 15. Oktober 2024
Rund 30 Prozent Wertanstieg in einem halben Jahr bescherte Silber seinen Besitzern von Januar bis Anfang Juli – und ließ damit sogar seinen „großen Bruder“ Gold hinter sich, der ebenfalls stark performte. Ein wesentlicher Grund für beide Kursanstiege dürfte in der Suche nach Sicherheit in politisch unruhigen und wirtschaftlich volatilen Zeiten liegen. Im Gegensatz zu Gold wird Silber indes überwiegend industriell verwertet, etwa in der Elektroauto- und Halbleiterproduktion und der Solarindustrie. Auch für Touchdisplays ist ultradünnes Silber ein Stoff mit Zukunft. Rund 55 Prozent der Nachfrage entspringen diesen industriellen Verwertungsarten – und die Kurve zeigt steil nach oben. Für eine Silberbeimischung im Portfolio könnte der Zeitpunkt daher trotz der jüngsten Hausse günstig sein. Neben physischem Silber etwa in Form von Münzen können auch Silber-ETCs (Exchange Traded Commodities) erworben werden. Diese sind allerdings prinzipiell mit einem Emittenten- Ausfallrisiko behaftet, das indes mit der Besicherung durch physisches Silber bei einem Treuhänder reduziert werden kann.
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